Die Börse feiert den Superzyklus – das sind die 4 ETFs für Ihr Megatrend-Investment

Die Rakete kennt vorerst nur eine Richtung – nach oben. Nach dem fulminanten Debüt am Freitag mit einem Kursplus von 19 Prozent legte die SpaceX-Aktie auch am zweiten und dritten Handelstag kräftig zu. Damit bringt es die Weltraumfirma von Elon Musk inzwischen auf einen Börsenwert von fast 2,8 Billionen Dollar – und katapultiert sich auf Anhieb in die Liga der fünf wertvollsten Unternehmen der Welt. Der Hype ist gewaltig. Und Anleger fragen sich: Muss ich jetzt Weltraum-Aktien kaufen?

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Geld vernünftig ausgeben: Über die richtige Art von Sparsamkeit

Der Begriff Sparsamkeit bezieht sich nicht nur auf Geldangelegenheiten, sondern auf alles im Leben – den klugen Umgang mit der Zeit, den klugen Umgang mit der eigenen Fähigkeit, der eigenen Energie, und das bedeutet umsichtig zu leben, sorgfältige Lebensgewohnheiten. Sparsamkeit ist der wirtschaftliche Umgang mit sich selbst, mit seiner Zeit, mit seinen Angelegenheiten, mit seinem Geld, die vernünftigstmögliche Verwendung dessen, was wir von allen Ressourcen des Lebens haben.

Sparsamkeit ist nicht nur einer der Grundsteine für ein Vermögen, sondern auch die Grundlage für vieles, was eine hervorragende Eigenschaft hat. Sie verbessert die Möglichkeiten des Einzelnen. Die Ausübung der Sparsamkeit hat eine sehr gesunde Wirkung auf alle Fähigkeiten. Sparsamkeit ist in vielerlei Hinsicht ein Zeichen von Überlegenheit. Die Gewohnheit zur Sparsamkeit steht für Selbstbeherrschung. Sie ist ein Beweis dafür, dass der Mensch kein hoffnungsloses Opfer seiner Begierden, seiner Schwächen ist, sondern dass er Herr seiner selbst und seiner Finanzen ist.

Im Inhalt behandelte Punkte:
– Wirtschaft ist keine Schikane, sondern das planvolle Handeln zur Befriedigung von Bedürfnissen.
– Kapital ist der kleine Unterschied zwischen dem, was wir verdienen und dem, was wir ausgeben.
– Sparsamkeit ist nicht Geiz, sondern Vorsorge und die Art wie man sein Geld klug ausgibt.
– Falsche Sparsamkeit oder Verschwendung ist, wenn das Eingesparte weniger Wert ist, als der Aufwand, und das führt zur Armut.
– Ein kleiner Betrag, der regelmäßig über längere Zeit gespart wird, wächst zu einem Vermögen heran.
– Hinter jedem ehrlichen Vermögen steckt kluge Sparsamkeit.
– Man kann das gleiche Geld nicht zweimal ausgeben.
– Vertrauen genießt nur derjenige, der sein Geld vernünftig ausgibt, nicht aber derjenige, der es verschwendet.
– Glück ist eine geistige Einstellung, es ist der Zustand des Geistes, nicht der Zustand des Portemonnaies.
– Zeit ist kostbar. Nutze Sie die Zeit auf kluge Weise!
… u.a.

Es ist ein Buch mit wertvollen Ratschlägen, die jeder lesen sollte.

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SpaceX wird inzwischen mit dem 76-Fachen des für dieses Jahr erwarteten Umsatzes bewertet – ein extremer Wert. Keine einzige der 500 Aktien im S&P 500 ist so teuer, und selbst im Nasdaq 100 toppt sie nur der Chipdesigner Arm Holdings.

Wer auf die Weltraum-Wette setzen will, ohne sich die hochbewertete SpaceX-Aktie direkt ins Depot zu legen, greift als Alternative zu einem Space-ETF, einem Indexfonds, der ein ganzes Bündel an Weltraum-Aktien enthält. Hierzulande sind inzwischen vier solcher Produkte zu haben. WELT hat sie analysiert.

Selbst die ETFs taugen nur für risikofreudige Anleger. Denn der Raumfahrtsektor ist hochgradig volatil. Zwar hat sich der breite MarketVector Global Space Index seit Mitte 2021 mehr als vervierfacht – angetrieben fast ausschließlich von der Fantasie rund ums SpaceX-IPO, die ab Anfang 2025 richtig Fahrt aufnahm. Doch seit dem Rekordhoch im April hat der Index schon wieder rund ein Viertel verloren. Dennoch steht im Vergleich zum MSCI-World-Index eine Outperformance von knapp 140 Prozent zu Buche.

Besonders herb traf es die Branche nach dem SpaceX-Börsengang selbst. Während das Original zulegte, gerieten die übrigen Weltraum-Aktien massiv unter Druck: Rocket Lab und Firefly Aerospace büßten zweistellig ein. Ein Lehrbuchfall von „Buy the rumour, sell the news“ – viele Investoren schichten ihre Vorab-Wetten nun offenkundig ins Original um.

Die große Weltraum-Story bleibt intakt. Aber die Schwankungen sind heftig, und Rücksetzer gehören hier zum Alltag.

Immerhin halten Analysten den breiten Ausverkauf der vergangenen Wochen für übertrieben. Die US-Investmentbank KeyBanc Capital Markets hat zuletzt zwei der größten Verlierer hochgestuft – Rocket Lab und Firefly Aerospace – jeweils von „Sector Weight“ auf „Overweight“. Nach der SpaceX-bedingten Volatilität sieht Analyst Michael Leshock überzeugende Chancen im rasant wachsenden Sektor: Die Nasa-Aktivität beschleunige sich so stark wie seit der Apollo-Ära nicht mehr, während das Angebot an Raketenstarts strukturell knapp bleibe – bei zugleich exponentiell steigender Zahl an Satelliten und weltraumgestützten Anwendungen. Konkret traut KeyBanc der Firefly-Aktie ein Kursziel von 50 Dollar zu (rund 57 Prozent Luft nach oben) und Rocket Lab 135 Dollar (gut 32 Prozent). Die Wall Street teilt die Zuversicht weitgehend: Acht von zehn Firefly-Analysten und 17 von 22 Rocket-Lab-Analysten raten zum Kauf.

Wer dennoch über einen ETF in den Sektor investieren will, kann in Deutschland derzeit zwischen vier Produkten wählen, die sich in ihrer Ausrichtung allerdings massiv unterscheiden.

Den direktesten Zugang zur SpaceX-Story bietet der ARK Space & Defence Innovation ETF. Als einziges aktiv gemanagtes Produkt durfte er die Aktie sofort ins Portfolio holen – und hält sie aktuell mit knapp acht Prozent. Die passive, indexgebundene Konkurrenz muss dagegen warten, bis SpaceX die Aufnahmekriterien der jeweiligen Indizes erfüllt. Bis dahin ist ARK das einzige Produkt mit echtem SpaceX-Anteil.

Die zehn größten Positionen machen 55,3 Prozent des Portfolios aus, der USA-Anteil liegt mit 89,5 Prozent auffällig hoch. Neben SpaceX finden sich Schwergewichte wie AMD, Nvidia, Alphabet, Amazon, Palantir und Tesla – dazu Spezialisten wie Rocket Lab, L3Harris, Kratos, Teradyne, Intuitive Machines, Joby Aviation und Archer Aviation.

ARK ist damit kein reiner Space-ETF, sondern eine Wette auf alles, was nach Zukunft, Pentagon, KI und Autonomie riecht. Die Logik dahinter: Der Weltraum wird nicht isoliert gewonnen, sondern über Rechenleistung, Sensorik, Software, Daten und Infrastruktur.

Der Preis dafür ist happig. Mit 0,75 Prozent jährlicher Gebühr ist ARK das teuerste Space-Produkt hierzulande – und durch die breite Streuung in KI und Verteidigung bekommt man eben nicht nur den Weltraum ins Depot.

Der Platzhirsch am Markt ist der VanEck Space Innovators, Börsenkürzel JEDI. Bei jährlichen Kosten von 0,55 Prozent bringt er rund 2,45 Milliarden Dollar auf die Waage. Zu den größten Positionen zählen Rocket Lab, Viasat, Planet Labs, AST SpaceMobile, EchoStar, Globalstar, Intuitive Machines, Iridium, MDA Space, Firefly Aerospace, SES, SKY Perfect JSAT, Melrose, Ducommun, NextNav und Redwire.

VanEck ist eher Starlink-Gedanke als Starship-Romantik. Es geht nicht um die coolste Rakete, sondern um die Frage: Wer verdient an der Kommunikation aus dem Orbit? An Daten, Netzwerken, Bodenstationen, Satellitenketten und Weltrauminfrastruktur. Konzentriert ist auch dieser Fonds: Fast 60 Prozent stecken in den Top Ten.

Einen anderen Ansatz verfolgt der iShares Space Technologies ETF, zu haben für 0,50 Prozent pro Jahr. Wer hier kauft, geht eine äußerst konzentrierte Wette ein: Fast 20 Prozent des Kapitals stecken allein in Rocket Lab, dazu kommt ein satter Anteil an Rüstungs- und Luftfahrtzulieferern. Die Top Ten bringen es auf gut 65 Prozent, der USA-Anteil liegt bei 59,5 Prozent.

Damit ist iShares weniger ein Weltraum- als ein Aerospace-&-Defence-Produkt: Rund 72 Prozent entfallen auf diesen Block. Anleger bekommen hier New Space plus Rüstung plus Luftfahrt – und vor allem sehr viel Rocket Lab. Das kann glänzend laufen, falls Rocket Lab an der Börse tatsächlich zum kleinen SpaceX heranwächst. Es kann aber auch wehtun, wenn ausgerechnet diese eine Aktie enttäuscht.

Den thematisch breitesten und am stärksten diversifizierten Korb für die „New Space“-Ökonomie liefert schließlich der WisdomTree Space Economy ETF. Die Gebühr liegt bei 0,50 Prozent, die Top-10-Positionen machen nur gut 40 Prozent aus, der USA-Anteil rund 63 Prozent. Im Portfolio stecken Rocket Lab, Mitsubishi Heavy, Intuitive Machines, Avio, Firefly Aerospace, MDA Space, EchoStar, AST SpaceMobile, Moog, ATI, Ducommun, Hexcel, Planet Labs, Redwire und BlackSky.

Das kommt dem sehr nahe, was die meisten wahrscheinlich unter Space Economy verstehen: Satelliten, Launch, Daten, Infrastruktur, dazu kleinere Raumfahrtfirmen, Zulieferer und Betreiber. WisdomTree ist deutlich breiter aufgestellt als iShares und VanEck – der diversifizierteste Korb im Feld.

Doch es gibt einen Haken. Mit rund 1 Million Dollar ist der Fonds noch ein Winzling. Bei diesem Volumen fallen die Spreads breit aus, und im Zweifel droht sogar die Schließung, wenn nicht genug Geld nachfließt.

Konzentration ist Fluch und Segen zugleich

Für Anleger in diesem Segment gilt: Ein Space-ETF ist selten ein reiner Raketen-Fonds – der kritische Blick auf die tatsächlichen Top-Positionen bleibt Pflicht. Das Anlageuniversum börsennotierter Raumfahrtunternehmen ist bislang überschaubar. Deshalb tauchen Einzelwerte wie Rocket Lab oder Intuitive Machines in fast allen Fonds gleichzeitig auf. Wer glaubt, mit zwei verschiedenen Space-ETFs sein Risiko zu streuen, irrt meist – er verdoppelt primär die Klumpenrisiken bei einzelnen Aktien.

Diese Konzentration ist Fluch und Segen zugleich. Wer einen Space-ETF kauft, wettet größtenteils auf Pure-Player wie Rocket Lab und Firefly. Die Kursfantasie der Fonds steht und fällt mit einer Handvoll Aktien – nach oben wie nach unten.

Hinzu kommt eine unangenehme Eigenheit vieler Themen-ETFs: Sie kommen oft genau dann auf den Markt, wenn der Hype am größten ist. Das Ergebnis sind teure Einstiege. Die Crashs der Cannabis- und Clean-Energy-Fonds aus den Vorjahren sind mahnende Beispiele.

Der Börsengang von SpaceX markiert zweifellos einen Wendepunkt und bietet als liquider Ankerwert enormes Potenzial für eine branchenweite Neubewertung. Doch wer auf das nächste große Mondticket hofft, sollte nicht blind dem Etikett „Space“ vertrauen, sondern das Portfolio-Konzept genau auf die eigene Risikobereitschaft abklopfen.

Quelle: DIE WELT