Populationsdynamik: Neues Modell integriert Tierbewegungen

Wo genau halten sich gefährdete Tiere auf und wie interagieren sie? Dieses Wissen ist unverzichtbar, wenn man neue Artenschutzmaßnahmen plant. Offen ist jedoch die Frage, wie Tierbewegungsdaten genutzt werden können, um die Veränderung ganzer Populationen zu verstehen, inklusive der Überlebenschancen einer Population. Einen wichtigen Beitrag zur Klärung der Frage liefern nun Forscher der Staatlichen Universität São Paulo (Brasilien) und dem Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am HZDR: Ihre neue Theorie legt nahe, dass Bewegungen einzelner Tiere und ihre Aktionsräume einen großen Einfluss auf die Dynamik der gesamten Population haben (Ecology Letters, DOI: 10.1111/ele.70269).
Quelle: IDW-Informaitionsdienst d. Wissenschaft