Jeder ist für sich allein verloren: Eine Renaissance des Dramatikers Werner Schwab

Auf gut Schwabisch ordinär eskalierend: Das Stück „ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM“, hier die Premiere vom 6. Oktober 2023 in Nürnberg mit Matthias Luckey, Pola Jane O’Mara, Soheil Boroumand, Joshua Kliefert. Sein Autor Werner Schwab (1958 bis 1994) ist neu zu entdecken.

Immer habe ich schweigsam weinen dürfen: Zur kleinen Renaissance des früh verstorbenen österreichischen Dramatikers Werner Schwab, dessen vergessene Stücke viel Radikales zur Zeit im Angebot haben.

Literature advertisement

Noa Noa

Im April 1891 schiffte sich der berühmte französische Maler Paul Gauguin nach Tahiti ein. Auf der Flucht vor der europäischen Zivilisation mietete er eine Hütte im Dorf Mataiea, 40 km von Papeete entfernt. Dort lernte er die Landessprache und bald lebte er mit der jungen Tahitianerin Téha’amana (genannt auch: Tehura) zusammen, die ihm häufig als Modell diente. So entstanden zahlreiche Gemälde mit tahitianischen Motiven. Sie geben jedoch nicht jenes reale Tahiti wieder, das Gauguin umgab, sondern die farbenprächtige, exotische Welt, die er sich erträumt hatte.
Während dieses Aufenthalts begann Gauguin mit den Arbeiten an seinem Buch Noa Noa (Duft), einer Beschreibung seines Lebens auf Tahiti. Darin mischt sich Erlebtes mit Erfundenem; auch war es seine Absicht, mit dem Buch beim europäischen Publikum Verständnis für seine Kunst zu wecken. Die französische Ausgabe von Noa Noa erschien 1897.
Diese neue deutsche, mit seinen Gemälden farbig illustrierte Ausgabe, lässt den Leser in die wunderschöne exotische Welt von Tahiti eintauchen und regt zum Träumen an.

Hier geht es weiter …

Quelle: FAZ.NET